Biblische Wahrheiten

Erwählt durch Gott: ein Blick auf die Lehre der Vorbestimmung (PDF) PDF-Ausgabe

Erwählt durch Gott: ein Blick auf die Lehre der Vorbestimmung



Die Frage der Vorbestimmung vs. des freien Willens ist ein anhaltende Sache im Leib Christi. Es gibt viele die sagen, dass Gott bereits diejenige auserwählt hat, die gerettet werden und nur diese und niemand anderes werden gerettet werden. Danach und demzufolge ist diese Sicht, ob jemand gerettet wird oder nicht, nicht unbedingt eine Frage dessen ob man ihm das Wort gesagt hat oder nicht und danach glaubt er das Wort. Obwohl er dies auf jeden Fall machen muss, kann er dies nur tun weil Gott ihn dafür vorgesehen, ihn erwählt hat. Hat Gott ihn aber nicht vorherbestimmt, hat Gott ihn nicht erwählt, in der Bedeutung, dass Gott ihn über jemand anderen nicht erwählt hat, dann wird er nicht errettet. Es liegt also ultimativ nur an Gott, wer gerettet wird und wen er aus dieser Sicht heraus "vorherbestimmt", vorauserwählt gerettet wurde. Diese welche Gott erwählt hat um gerettet zu werden, werden gerettet und die, die er nicht auserwählt hat (was aktuell bedeutet: diese hat er abgelehnt zu Errettung) werden nicht gerettet. Das ist definitiv eine sehr bequeme Lehre, denn sie wälzt die Verantwortung der Erlösung an Gott ab, das bedeutet, aus dieser Sicht, dass Gott bereits diejenigen erwählt hat, die gerettet werden sollen. Also, wenn Du meinst Du müsstest das Evangelium nicht weiter erzählen...kein Problem! Gott wusste es und hat niemanden der gerettet werden soll zu Dir geschickt. Letztendlich wird jeder der gerettet werden soll, gerettet egal wie..... es liegt alles an Gott. Meine persönliche Meinung ist, dass, egal wie bequem diese Lehre ist, es eine sehr falsche und gefährliche Lehre ist. Ebenso glaube ich, dass diese Lehre verantwortlich ist, zumindest teilweise, für die Passivität vieler Menschen hinsichtlich der Weitergabe des Wortes. Die Menschen fühlen sich nicht wirklich verantwortlich, das Evangelium weiter zu geben, da letztendlich, und entsprechend dieser Sichtweise, wer auch immer gerettet werden soll, gerettet wird. Ich bin entschieden gegen diese Haltung! Ich glaube, dass entsprechend der Bibel Gott seinen Sohn für ALLE Menschen gegeben hat, das bedeutet Seine Wahl zur Erlösung ist: JEDER! Im Umkehrschluss heißt das, dass Gottes Sicht manche Menschen zu retten und manche nicht, nicht korrekt ist.

Erlösung: Gottes Wahl für Jeden

Um Gottes Begehren hinsichtlich der Erlösung zu erkennen, fangen wir an mit 1. Timotheus 2:4. Dort lesen wir:

"unser Retter - Gott...welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. " ( rev. Elberfelder)

Wen will Gott retten? Was ist Sein Wille zur Erlösung? Was ist das was er will, begehrt? Wie dieser Vers uns sagt, Er begehrt, will, dass alle Menschen gerettet werden. " Alle Menschen" heißt ALLE. Er wählt nicht einfach Menschen aus und andere nicht und hat seinen Sohn auch nicht für einige gegeben. Stattdessen gab er seinen Sohn für alle Menschen, jeden auf dieser Erde und er wünscht sich, dass jeder auf dieser Erde gerettet wird. Das ist sein deklarierter Wille, Wunsch, Begehren, Wahl! Hier ist was Vers 5 und 6 des gleichen Buches sagt:

1. Timotheus 2:5-6
"Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld FÜR ALLE gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit." ( rev. Elberfelder)

Für wie viele gab Jesus sich als Lösegeld? Nicht für einige, aber für ALLE, Brüder und Schwestern. Jesus Christus hat den Preis für jeden gezahlt und er hat es mit der Absicht getan, dass jeder die Erlösung schmecken kann. Als er das denn tat, ist es nicht ziemlich konträr zu sagen, dass Gott letztlich nur ein paar erwählt hat von ALLEN für die Jesus Christus gestorben ist und die restlichen nicht Erwählten werden zurückgewiesen? Stell Dir vor, Du gehst in ein Gefängnis und weil Du alle Insassen so liebst, zahlst Du den höchstmöglichen Preis - für Gott war der Preis sein Sohn - um sie zu befreien. Wie viele möchtest Du denn frei sehen? Ich wette ALLE. Nun stell Dir vor, dass manche lieber in dem Gefängnis bleiben wollen. Wie würdest Du Dich da fühlen? Wärst Du nicht besorgt und traurig darüber? Du hast den allerhöchsten Preis für sie bezahlt! Du willst sie frei sehen! Du wärst unglaublich traurig sie weiterhin als Insassen zu sehen und so denkt auch Gott. Er gab uns SEINEN Sohn, Er zahlte den höchstmöglichen Preis für jeden und rate mal: Er möchte, dass jeder diesen Vorteil hat den er möglich gemacht hat. Er möchte, dass jeder befreit ist " von der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe" ( Kolosser 1:13,rev.Elberfelder). Hier ist das, was die berühmte Passage aus Johannes 3:16, die häufig zitiert wird, uns sagt:

Johannes 3:16-18
"Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit JEDER, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes"( rev. Elberfelder)

Gott liebte die Welt (um unser Beispiel mit den Gefängnisinsassen zu gebrauchen: Er liebt ALLE Gefangenen, nicht nur einige) und für die ganze Welt, für JEDEN, gab er Seinen Sohn. Warum? "SO DASS DIE GANZE WELT DURCH IHN GERETTET WIRD." Als Gott Seinen Sohn gab, hat er es nicht nur auf einen Teil der Welt abgezielt sondern auf die ganze Welt. Er möchte nicht nur einige Gefangene befreien, sondern ALLE Gefangenen. Erlösung ist Gottes Wahl für jeden, denn der enorme Preis ist für jeden gezahlt worden. Es gibt niemanden auf der Erde für den Gott diese Wahl nicht getroffen hat.

Was meint das Wort, wenn es von Auserwählten spricht?

Auserwählt sein bedeutet, dass irgendjemand mich ausgewählt hat d.h. ich bin seine Wahl. Wie wir bereits aus den letzten Seiten gelesen haben, ist es der deklarierte Wille Gottes, dass alle Menschen gerettet werden und für diesen Zweck hat Gott mit dem Leben Seines Sohnes gezahlt. Nun da Gott alle Menschen retten will, bedeutet es, dass es Gottes Wahl ist jeden zu retten. Wiederum, wenn das Gottes Wahl ist, Gottes Wille für Jeden, was bedeutet es für jeden im Hinblick auf die Erlösung? GEWÄHLT zu sein. Mit anderen Worten, wenn das Wort Gottes sich auf uns als erwählt und gewählt bezieht, in keinem Fall meint es erwählt in Beziehung zu anderen, die angeblich nicht erwählt wurden. ALLE sind erwählt zur Erlösung, dies ist die Wahl und der Wille Gottes für jeden Menschen (obwohl offensichtlich nicht jeder dieses Angebot annehmen wird.) Anstelle dessen, was das Wort mit erwählt nennt, ist erwählt zur Erlösung. Erlösung ist Gottes Wahl, Sein Wille, für jeden Menschen und deshalb sind im Hinblick auf die Erlösung alle Menschen erwählt durch IHN. Nun, nicht jeder will dieses Angebot annehmen und das Ergebnis ist, dass sie verloren werden. Aber sie sind nicht deshalb verloren, weil Gott sie nicht zur Erlösung erwählt hat, sondern weil sie das Angebot Gottes abgelehnt haben. Ebenso sind wir auch nicht gerettet, weil Gott uns statt jemand anderen erwählt hat, der angeblich nicht erwählt wurde. Stattdessen sind wir gerettet, weil wir das Angebot Gottes angenommen haben, welches Gott für uns und alle anderen gemacht hat. Erlösung ist eine Frage des Glaubens. Es ist eine Frage, welche Menschen Gott gewählt haben und nicht die Frage, welche Menschen Gott gewählt hat. Solange es Gott betrifft, gibt es hier keine Frage: Er hat JEDEN Menschen zur Erlösung erwählt und letztendlich gab er Seinen Sohn. Schauen wir nochmal auf die Passagen der Schrift:

Apostelgeschichte 10:43
"Schon die Propheten haben in ihren Schriften vorausgesagt, dass durch Jesus allen Menschen die Sünden vergeben werden, wenn sie an ihn glauben." ( Hoffnung für Alle )

Römer 9:33, 10:11
"Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden." ( rev. Elberfelder )

1. Johannes 5:1
"Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren" ( rev. Elberfelder)

Johannes 11:26
"und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit" ( rev. Elberfelder)

Johannes 3:16
"damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat" ( rev. Elberfelder)

Johannes 12:46-48
"Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe; und wenn jemand meine Worte hört und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette. Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag."

Schau auf die ganzen "jeder" in diesen Versen. JEDER, egal wer er ist - das ist das, was JEDEN meint - soll gerettet werden oder eben nicht, basierend darauf ob er glaubt oder nicht. Wenn er glaubt, wird er gerettet, denn das ist Gottes Angebot, Gottes Wille für ihn. Aber wenn er nicht glaubt, dann wird er nicht gerettet. Das ist in jedem Fall nicht Gottes Wahl, Gottes Wille für ihn, aber es wird passieren aufgrund der Wahl, die dieser Mensch trifft. Genauso einfach ist es.

Zusammenfassend: Es gibt zwei Arten des Auswählens. Eine Art ist es jemanden vor jemand anderen vorzuziehen. Mit anderen Worten, ich erwähle Dich anstelle einer anderen Person. In diesem Sinne, und im Hinblick auf die Lehre der Wahl, erwählte Gott uns und lehnte andere ab. Er hat uns zur Erlösung vorherbestimmt, die Christen, aber keine anderen. Die anderen sind nicht ausgewählt worden, aus dieser Sicht. Kann diese Sicht richtig sein? Nein, denn wenn man die anderen Passagen betrachtet, die wir gelesen haben, dann will Gott , es ist Seine Wahl, dass jeder gerettet wird und genau mit dieser Absicht, d.h. die Erlösung für jeden, gab er seinen Sohn. Demzufolge hat die Auswahl und Vorherbestimmung, die im Epheserbrief 1:3-7 erwähnt wird -"wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe, und uns vorherbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesus Christus für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit der er uns begnadigt hat in dem Geliebten. In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Verfehlungen, nach dem Reichtum seiner Gnade.-nicht die Bedeutung das wir angeblich anstelle von anderen erwählt wurden und nur wir zur Erlösung erwählt wurden. Das gleiche Angebot - Erlösung - hat Gott für jeden anderen auch gemacht, als er seinen Sohn für uns hingab. Wie die Gefangenen in unserem Beispiel: Jeder ist erwähl um die Freiheit zu erfahren. Bin ich demzufolge berechtigt zu diesen ehemaligen Gefangenen zu sprechen, die mein Angebot angenommen haben, und sage " Du bist erwählt zur Freiheit", "Ich habe Dich vorherbestimmt für dieses" "Du bist meine Wahl"? Ja, ich bin absolut berechtigt das zu tun. Da dies trotzdem auch meine Wahl ist für die, die immer noch im Gefängnis sind, ist es, wenn ich sage "erwählt", auf keinen Fall so, dass diese erwählt sind vor anderen, die mein Angebot abgelehnt haben. Auch für die gilt mein Angebot, dass sie frei sind. Gott selbst hat uns erwählt, aber nicht anstelle von anderen. Gott pickt sich nicht einige raus und wählt sie aus, die gerettet werden sollen. Würde er dies tun würde er die Person ansehen, aber das tut er nicht:

Apostelgeschichte 10:34
"In Wahrheit begreife ich, dass Gott die Person nicht ansieht“,

Stattdessen will Gott von jedem gefunden werden der ihn sucht. In der Tat sucht er nach Menschen, die ihn suchen, damit er sich ihnen offenbaren kann:

Psalm 14:2
"Der HERR hat vom Himmel herniedergeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verständiger da ist, einer, der Gott sucht!“

Und 5. Mose 4:29
"Dann werdet ihr von dort aus den HERRN, deinen Gott, suchen. Und du wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst"

Wenn jemand Gott sucht, wenn er ihn einlädt damit er sich ihm offenbart und er es ernst meint, dann wird Gott sich ihm zu 100% zeigen. Er ist derjenige der ihn zu sich zieht. Aber das ist nicht was Gott nur für ihn tun wird. Es ist stattdessen etwas was er für jeden tut, der in anruft. Gott schaut nach Menschen, die ihn suchen und solchen, die mit ganzen Herzen versuchen ihn zu finden. Das ist nicht etwas was irgendwann für einige Menschen passiert. Stattdessen ist es sein GESETZ, vorgegeben durch Gottes Wort. Wenn jemand Gott von ganzem Herzen zu sich einlädt, wird Gott sich zu 100% zeigen und ihn zu sich ziehen. Es ist in diesem Sinne, dass wir folgendes verstehen müssen, was in Johannesevangelium belegt wird, dort steht:

Johannes 6:4
"Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht"

Viele Menschen nehmen diese Passage und sagen " Siehst Du, es liegt alles an Gott. Wenn Gott es will, dann zieht er die Menschen zu sich. Wenn er nicht will, wird er sie nicht zu sich ziehen". Diese Textpassage so zu interpretieren macht aus Gott jemanden, der die Person ansieht und ignoriert, dass Jesus für ALLE gestorben ist, so dass ALLE gerettet werden sollen. Gott pickt sich nicht die Leute heraus, die er zu sich ziehen will. Stattdessen will Er sich jedem zeigen der Ihn sucht. Es ist ein geistiges Gesetz welches Gott diktiert hat. Davon werden wir in der nächsten Sektion noch mehr hören.

Erlösung. Gottes Verantwortlichkeiten und unsere Verantwortlichkeiten

Gott spielt natürlich eine Rolle in der Erlösung, die wichtigste Rolle. Aber wir haben auch unsere eigene Verantwortlichkeit und auch gottgegebene Rollen. 2. Korinther 5:18-21 zeigt uns sehr klar unsere Aufgabe in der Versöhnung zwischen Menschen und Gott. Wir lesen dort:

2. Korinther 5: 18-21
"Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat. So sind wir nun Gesandte an Christi statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott! Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm."

Als Gott uns Seinen Sohn gab, hat er die Welt mit sich selbst versöhnt. Mit anderen Worten die Tür zu Gott ist nun offen. Um nochmal das Beispiel mit den Gefangenen zu gebrauchen, die Türen im Gefängnis sind alle offen. Aber die Gefangenen sind blind. Sie können nicht sehen. Sie sind geblendet vom Gott dieser Welt, dem Teufel, so sehen sie nicht, dass die Erlösung für sie greifbar ist. So muss jemand den Menschen sagen " Die Tür zu Gott ist nun offen! Bitte seid versöhnt mit Gott. Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm." Dies, das Erzählen, die Hinführung der Menschen zum Herrn, ist der Dienst der Versöhnung. Und wer hat diesen Dienst? Die Antwort ist sehr einfach: WIR. Es ist unsere Verantwortung, den Menschen davon zu erzählen. Wir sind die Botschafter an Christi Statt. Wenn Du etwas von einem fremden Land möchtest, dann musst Du die Botschaft des entsprechenden Landes kontaktieren, die Repräsentanten, die Botschafter des Landes. Für Gott sind WIR die Botschafter. Gott öffnet die Türen des Gefängnisses, er öffnet die Türen zu Ihm. Er versöhnte die Welt mit sich selbst in dem Er Seinen Sohn gab. Jetzt müssen wir, die ehemaligen Gefangenen, die ehemals Geblendeten, es den noch Gefangenen und noch Geblendeten sagen "Kommt zu Gott, die Tür ist offen!"

Mehr Klarheit über die Verantwortlichkeiten ist uns im 1. Korintherbrief 3:5-6 gegeben. Wir lesen dort:

"Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, und zwar wie der Herr einem jeden gegeben haben. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben."

Seht die Wendung. Gott hat eine Aufgabe, die wichtigste Rolle die gespielt wird. Die Rolle das Wachstum zu geben. Aber einer muss säen und der andere gießt. Und dieser einer ist nicht Gott. Es sind wir! Es ist der Gesandte, und das meint nicht die kirchlichen Geistlichen, sondern uns, die wir den Dienst der Versöhnung haben. Der Text sagt nicht: " Gott pflanzte, Gott goss, Gott gab das Wachstum". Da sind Menschen involviert, die das zu tun haben, was Gott ihnen aufgetragen hat. Menschen die sagen "hier ist Gott, versöhnt Euch mit Ihm" und wenn dieser Mensch auf Gott zugegangen ist, hat Gott ihn getroffen, ihn zu sich gezogen. Es gab ebenfalls Menschen, wie Apollos, die die Saat gossen, die in die Herzen der Menschen gesät wurde, die das Wort Gottes öffnen und dessen Wahrheiten mit ihnen teilen. Schau noch mal auf das " durch die....", welches ich im Fettdruck markiert habe („...durch die ihr gläubig geworden seid...“). Das bedeutet, dass durch die diese Menschen glaubend wurden, Paulus und Apollos waren. Sie spielen die Rolle, die Gott ihnen gegeben hat - sie sind das Zwischenglied, die Minister der Versöhnung, die Botschafter an Christi Statt, die haben die Rolle des Säens und Gießens. Aber stell Dir mal vor wir sagen " Hier ist Gott und Gott zeigt sich nicht. Würde diese Person ihn dann treffen? So sehr er es auch möchte, er würde ihn nicht treffen. Aber Gott wird ihn ziehen, sich zeigen und seine Rolle übernehmen. Wenn demzufolge Johannes schreibt, dass niemand zum Vater kommt wenn der Vater ihn nicht selbst zu sich zieht, dann ist das absolut wahr: wenn Gott sich nicht zeigt, nicht das Wachstum bringt, können Du und ich noch so viel gießen und säen und nichts wird passieren. Aber Gott zeigt sich, zieht zu sich, gibt das Wachstum. Die Frage ist doch, werden wir unsere Rolle übernehmen, den Dienst der Versöhnung welcher uns zuteilwurde, das Pflanzen und Gießen, das "geht hin in alle Welt und sagt die gute Nachricht weiter zu JEDER Kreatur" ( Markus 16:15). Das sind keine Taten Gottes, sondern die Rollen, die uns zugeschrieben werden.

Schlussfolgerung

Um das, lieber Bruder, zusammenzufassen: die Lehre, dass Gott manche Menschen vor anderen Menschen vorzieht, dass er angeblich manche Menschen nicht erwählt hat, ist eine bequeme und sehr falsche Lehre. Gottes Angebot, Wille, ist dass jeder gerettet wird und in die Erkenntnis der Wahrheit kommt. Wenn das Gottes Angebot für jeden ist, was ist denn Jeder? Errettet! Nun, ob er tatsächlich gerettet wird oder nicht, hängt nur davon ab, ob er glauben will. Wenn er glauben will, wird er gerettet. Doch wenn er nicht glauben will, dann wird er auch nicht gerettet. Spielt Gott hierbei eine Rolle? Ja, die wichtigste Rolle: nachdem ein Mensch Gott in sein Herz eingeladen hat, damit er sich ihm offenbart, wird Gott sich zeigen und ihn zu sich ziehen. Das ist das zu sich ziehen des Vaters, von dem Jesus gesprochen hat. Wem auch immer sich Gott offenbart hat, der weiß wovon ich spreche. Diese Offenbarung Gottes ist nichts was auf unsicheren Beinen steht, sonder etwas wofür er sich verpflichtet hat und auf seinem Wort basiert. Gott wird sich zu 100 % zeigen wenn jemand ihn ernsthaft sucht.

Nun zu uns, Gott hat UNS den Dienst der Versöhnung, den Dienst des Säen und Gießen des Wortes gegeben. Er gibt das Wachstum ( zu sich ziehen ), aber säen und gießen, den Menschen Gott bekanntmachen, den Dienst der Versöhnung, den hat er uns gegeben. Die Lehre, dass Gott nur gewisse Menschen zur Erlösung erwählt hat, was impliziert bedeutet, dass er andere Menschen erwählt hat damit er sie in die Hölle sendet, ist eine absolut falsche Lehre, die Menschen schlafend macht, weil sie denken, dass Gott nur die erwählt, die er will. Das ist nicht wahr. Wir haben die Verantwortung, Brüder und Schwestern, das Wort weiter zu geben, um Möglichkeiten zu nutzen das Evangelium zu streuen, es ist etwas was an uns liegt. Gib das Wort Gottes weiter, sag den Gefangenen " geht raus aus dem Gefängnis". Ob sie dann rausgehen oder nicht ist ihre Verantwortung. Aber es ist unsere Verantwortung es ihnen zu sagen. Es ist unsere Verantwortung ihnen den Vater zu zeigen. Soweit es den Vater betrifft will Er sie mit ganzem Herzen! Er hat für sie den gleichen Preis gezahlt den er auch für uns gezahlt hat und er empfängt sie mit den gleichen offenen Armen mit denen er auf uns gewartet hat.

Anastasios Kioulachoglou